B-Zellen spielen eine grundlegende Rolle in der Immunpathologie der NMOSD. Dabei sind mehrere Mechanismen bekannt, die zur Pathogenese der Krankheit beitragen konnten.1
Plasmablasten und Plasmazellen sezernieren Autoantikörper, die die Blut-Hirn-Schranke (BHS) passieren und Auslöser für Schäden im zentralen Nervensystem (ZNS) sind.1
Plasmablasten schütten Zytokine aus, die das Eindringen von Neutrophilen und Makrophagen in das ZNS erleichtern.1
Die Depletion von B-Zellpopulationen unterdrückt die proinflammatorische Aktivität von T-Zellen.1
Adaptiert nach Bennett JL et al. 2015.1
CD19 ist ein spezifischer Marker von B-Zellen, der im Gegensatz zu CD20 auch Antikörper-produzierende
B-Zellen markiert.2
CD19 wird in jedem Stadium der B-Zell-Linie exprimiert und findet sich auch auf Plasmablasten und einigen Plasmazellen.1,2 CD20 wird auf AQP4-lgG-produzierenden Plasmablasten und Plasmazellen nicht exprimiert. Daher haben Therapien, die auf CD20 abzielen, möglicherweise keine direkte depletierende Wirkung auf diese Zellpopulationen.2
Adaptiert nach Siebert N et al. 2021.4
UPLIZNA® bindet selektiv an CD19, was zu einer antikörperabhängigen gezielten B-Zell-Depletion führt. Obwohl der genaue Wirkmechanismus noch nicht vollständig verstanden wird, führt die B-Zell-Depletion zu einer Verringerung der AQP4-Antikörperkonzentration, wodurch die nachfolgende Komplementkaskade frühzeitig herunterreguliert werden könnte.5
ADCC: Antikörper-abhängige zelluläre Zytolyse; AQP4-IgG: Aquaporin-4-Immunglobulin-G; BHS: Blut-Hirn-Schranke; CS5: Komplement-komponente 5; CD19+: Cluster of Differentiation 19-positiv; CDC: Komplement-abhängige Zytotoxizität; ZNS: Zentralnervensystem; IL: Interleukin; NMOSD: Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen.
Informationen zu Vorbereitung und Durchführung der Behandlung mit UPLIZNA®